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Das Ödland.

Heute weiß eigentlich niemand mehr, wie es dazu kam, dass die Kultur der Vorfahren unterging, deren Artefakte und Ruinen noch überall die Landschaft des Ödlandes prägen. Jedenfalls ist vor über 100 Jahren ein katastrophales Ereignis über Europa und wohl auch die ganze Welt hereingebrochen, was das Leben für immer verändert hat.
Manche zogen sich in Bunker und Schutzräume zurück, andere versuchten vor Ort zu überleben. Die Bevölkerungsverluste müssen jedenfalls enorm gewesen sein. Jedenfalls brach vor allem der überörtliche Verkehr schnell zusammen, die restlichen Siedlungen waren weitgehend auf sich alleine gestellt, um zu überleben. Das klappte mehr oder weniger schlecht.

Die verlassenen Siedlungen verfielen schnell, und im Laufe der Zeit nahm die Natur wieder Besitz von der Landschaft. Doch in dieser Natur lauern unsichtbare Gefahren: Strahlung und Gifte!
Aus den alten, zerbröckelnden Kernkraftwerken sickert Radioaktivität aus, ebenso aus den Zwischenlagern, die eine oder andere Nuklearexplosion hat auch ihren Beitrag geleistet.
Die alten Chemiewerken der Vorfahren sind durchtränkt mit allen vorstellbaren und unvorstellbaren Giften, und so manches Mal platzt ein verrottender Tank und setzt eine Giftwolke oder giftige Flüssigkeiten frei.

Die Menschen, die diese unberechenbare Welt noch bewohnten, entwickelten verschiedene Strategien, um zu überleben. Manche leben in abgeschlossenen Bunkern oder hausen in den U- und S-Bahntunnel der großen Ruinenfelder.
Andere klammern sich an die Reste der Technik und leben meist mehr schlecht als recht von Subsistenzlandwirtschaft, andere siedeln sich an den Handelsrouten an oder bei den in der Endzeit wichtigen Rohstoffvorkommen, vor allem Öl und Salz. Wieder andere leben als „Wilde“ Jäger und Sammler in den Wäldern, bewohnen Ruinenfelder und schlachten dort die noch verwertbaren Rohstoffe aus usw. usfort.
Abenteuerlustigere Bewohner durchreisen als Händler oder Boten das Ödland und transportieren wertvolle Güter und Nachrichten. Der Transport von Massengütern ist wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur nicht mehr möglich.
Die wenigen größeren Siedlungen „beherrschen“ maximal das nähere Umland, also vielleicht mit einem Radius von 10 km, dahinter beginnt die unsichere Wildnis. Daneben gibt es eine größere Zahl an kleineren Siedlungen oder befestigten Gehöften, wo sich allerhöchstens mal ein Bote oder ein fliegender Händler hin verirrt.
Räuberbanden durchziehen das Land und überfallen Siedlungen und Händler, bzw. erpressen Schutzgeld, sofern die Verbrecher nicht gleich die Kontrolle über eine Siedlung übernehmen. Und dann gibt es natürlich noch die „größeren“ Militärorganisationen, die quasistaatliche Strukturen aufbauen wollen, im Ödland unterscheiden sie sich von Räuberbanden allerdings nur durch eine halbwegs einheitliche Uniformierung. Generell gilt, dass jede Truppe nur dort Macht ausübt kann, wo sie sich auch aufhält...